Fachbereich Wohnen und Unterkunftssicherung
Wer auf der Straße lebt, schaut nicht nach oben und nicht in die Ferne.
Wenn der Asphalt das Wohnzimmer ersetzt, ist der
Horizont die Bordsteinkante. Thorsten Schmitz, Süddeutsche Zeitung 15.09.2000
Adresse
Beim Benedikt 11 a
21335 Lüneburg
Kontaktpersonen / Tel / Fax / eMail
Tel 04131 7626 - 0
Fax 04131 7626 - 24
herberge@herbergsverein.de
Fachbereichsleitung
Stefan Buchholz
Tel 04131 7626 - 40
s.buchholz@herbergsverein.de
Öffnungs- / Geschäftszeiten
siehe jeweils unter HERBERGEPlus., Ordnungsrechtliche Unterbringung, Soziale Wohnraumhilfe und Nachgehende Hilfe
Alle Menschen haben einen Anspruch auf eine menschenwürdige Unterkunft sowie angemessene Hilfe und Unterstützung ...
Diesem Grundsatz folgend hat der Herbergsverein in Lüneburg ein sehr differenziertes Angebot der Unterbringung gepaart mit der Möglichkeit, der individuellen Situation entsprechend angemessene Hilfe und Unterstützung in Anspruch zu nehmen, entwickelt. Unsere Angebote sind stets auf den (Hilfe-) bedarf der Menschen bezogen.
Bei vielen der von uns untergebrachten Personen handelt es sich um Menschen, deren Lebensumstände von Armut, Krankheit und gesellschaftlicher Ausgrenzung geprägt sind.
Eigene Lebensentwürfe leben dürfen ...
Abhängigkeitserkrankungen, psychische Erkrankungen, nicht vorhandene Krankheitseinsicht sind nur einige Beispiele, die Menschen an den Rand der Gesellschaft führen und durch alle „Raster“ fallen lassen.
Unser Ziel ist es, für diese Menschen ein niedrigschwelliges Hilfeangebot als eine Plattform vorzuhalten, die ihnen die Gelegenheit gibt, den geeigneten Raum zur Verwirklichung ihres eigenen Lebensentwurfes zu finden.
Alle erst einmal so nehmen wie sie sind ...
Das Angebot reicht von der einfachen Stellung einer Unterkunft nach dem Niedersächsischen Sicherheits- und Ordnungsgesetz (s. ordnungsrechtliche Unterbringung) im Auftrag der Stadt Lüneburg über stationäre Hilfen gemäß § 67 SGB XII (s. Stationäre Hilfe) bis hin zur Anmietung einer angemessenen Wohnung über unsere „Soziale Wohnraumhilfe“ (s. Soziale Wohnraumhilfe), bei Bedarf mit begleitenden ambulanten/nachgehenden Hilfen (s. ambulante Hilfe Lüneburg).
Durch die Parallelstruktur von ordnungsrechtlicher Unterbringung und stationärer Hilfe sind wir die Selbstverpflichtung eingegangen, jeden von Wohnungslosigkeit betroffenen Menschen in die Einrichtung aufzunehmen und ein hohes Maß an abweichendem Verhalten zu tolerieren. Aufgrund dieser Niedrigschwelligkeit ist die HERBERGEplus. für viele unserer Bewohner ein Ort, an dem sie seit langem erstmals ohne Einschränkung angenommen werden.
Zur Realisierung dieses Angebotes betreibt der Herbergsverein die Einrichtung HERBERGEplus. Hier stehen ca. 70 Unterkunftsplätze dauerhaft zur Verfügung. Im Rahmen eines gemeinwesenorientierten Ansatzes ist ein Teil der Unterkunftsplätze in dezentrale Wohnbereiche im Stadtgebiet von Lüneburg ausgelagert.
Kooperation und Vernetzung als Schlüssel zum Erfolg ...
Der Erfolg unserer Arbeit ist im Höchstmaß abhängig von Kooperationen und Vernetzungen mit anderen Einrichtungen, Trägern und Diensten. In diesem Sinne halten wir z. B. regelmäßige Sprechstunden der Drogenberatungsstelle Lüneburg, der Institutsambulanz des Landeskrankenhauses und des sozialpsychiatrischen Dienstes der Stadt Lüneburg in der Einrichtung vor, zu deren Inanspruchnahme wir Bewohner im Bedarfsfall motivieren und begleiten. Zur medizinischen Versorgung hält wöchentlich eine allgemeinmedizinische Ärztin eine Sprechstunde in der Einrichtung. Auch für das Wohl der Tiere, die nicht selten in Begleitung der Bewohner in der HERBERGEplus. leben, gibt es eine tiermedizinische Sprechstunde, in der kostenfrei notwendige Untersuchungen und Behandlungen angeboten werden.
Weitere Informationen zu den unterschiedlichen Hilfeangeboten finden Sie unter den Menüpunkten
Anfahrtswege
Die Stammeinrichtung HERBERGEplus. liegt in der westlichen Altstadt von Lüneburg am Kalkberg. Hier befinden sich die Büros des Sozialdienstes, ein Tagesraum mit Kantine, die begleitenden Dienste wie Haustechnik und Hauswirtschaft sowie ein großzügiges Außengelände
Anfahrtsskizze

Angaben über Barrierefreiheit
Auf dem Gelände der Stammeinrichtung befindet sich das so genannte Hinterhaus mit insgesamt 13 Unterbringungsplätzen, das barrierefrei über eine Rollstuhlrampe zugänglich ist und über einen barrierefreien Sanitärbereich verfügt.
Ebenfalls auf dem Gelände befindet sich das Mietwohnhaus „Beim Benedikt 11“, welches über eine Rollstuhlrampe zugänglich ist. Im Erdgeschoss befinden sich zwei behinderten freundliche Wohnungen.
Bei Bedarf werden Pflegedienste beantragt, die vor Ort ausgeführt werden.
Clearing
Die Aufnahme der um Unterkunft und Hilfe nachsuchenden Personen erfolgt in der Regel direkt von der Straße. Durch die Stellung einer Unterkunft wird im ersten Schritt die bestehende oder drohende Obdachlosigkeit abgewendet und bei Bedarf werden Akuthilfen geleistet.
Zur Klärung des weiteren Hilfebedarfs führen wir unter Beteiligung der unterschiedlichen Fachbereiche, der Kostenträger und ggf. externer Hilfeanbieter und Dienste mit der betroffenen Person ein Clearinggespräch. Im Fokus stehen die Bedarfe und Wünsche der Hilfesuchenden. Hier wird besprochen, ob z. B. stationärer Hilfebedarf besteht oder die Stellung einer Unterkunft mit dem Ziel der schnellstmöglichen Wohnungsnahme ausreicht. Darüber hinaus ist das Clearingverfahren korrektiv, wenn im Laufe des Aufenthalts in der Einrichtung erkennbar wird, dass die ermittelten Hilfen nicht ausreichen, nicht angenommen werden oder Konflikte entstehen.
Erhebungsbogen / Clearing-Verfahren
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