Ambulante Hilfe - Beratungsstelle Uelzen

Sozialarbeiterinnen in der Beratungsstelle Uelzen
Adresse
Veerßer Str. 1
Eingang Hutmacherstraße
29525 Uelzen
Kontaktpersonen / Tel / Fax / eMail
- Karoline Mann (zurzeit in Elternzeit)
Tel. 0581 30661
k.mann@herbergsverein.de
- Maren Salomon (von Montag bis Mittwochmittag)
Tel 0581 30662
m.salomon@herbergsverein.de - Kirsi Büscher (von Mittwochnachmittag bis Freitag)
Tel 0581 30662
k.buescher@herbergsverein.de - Simone Weiland
Tel 0581 30661
s.weiland@herbergsverein.de
Fax 0581 30663
wohnungslosenhilfe-uelzen@herbergsverein.de
Öffnungs- / Geschäftszeiten
Mo, Di, Do, Fr 10:00 - 12:00 Uhr
Mi 13:00 - 15:00 Uhr
und nach Vereinbarung
Anfahrtsskizze

Angaben zur Barrierefreiheit
Der Zugang zur Beratungsstelle ist nicht rollstuhlgerecht, da mehrere Treppen bewältigt werden müssen. Wir führen aber auch Beratungen zuhause durch, wenn Hilfe Suchende körperlich oder finanziell oder verkehrsanbindungstechnisch eingeschränkt sind.
Hausbesuche sind nach Absprache außerhalb der Sprechzeiten möglich.
Speziell in der Beratungsstelle Uelzen
Die Beratungsstelle verfügt über eine Waschmaschine, einen Trockner, eine Dusche und ein WC, welche von Hilfe Suchenden genutzt werden können.
Wir bieten im Rahmen unseres Beratungsangebotes kostenlos alkoholfreie Getränke wie Kaffee, Wasser etc. und Kekse an.
Um auf Wohnungsangebote zu reagieren oder um Angelegenheiten mit sozialen Einrichtungen, Ämtern und Behörden etc. abzuklären, besteht die Möglichkeit, kostenfrei zu telefonieren bzw. das Internet zu nutzen.
Zu unserem Service gehört auch das Angebot an Hilfe Suchende, die Adresse der Ambulanten Hilfe als postalische Erreichbarkeit zu nutzen.
Die Ambulante Hilfe hält auch einmal wöchentlich, mittwochs von 10:00 - 12:.00 Uhr, ein Beratungsangebot in der Obdachlosenunterkunft in Uelzen vor, um den dortigen Bewohnerinnen und Bewohnern Unterstützung bei individuellen Schwierigkeiten anzubieten.
Wir arbeiten mit öffentlichen Trägern und anderen sozialen Einrichtungen zusammen, um die Hilfe zu optimieren. Wir kooperieren insbesondere mit dem Diakonischen Werk, z. B. der Schuldnerberatung, dem Tagestreff für allein lebende Wohnungslose, der Suchtberatung, dem Sozialpsychiatrischen Dienst . Wir nehmen Einfluss auf die politische und soziale Infrastruktur im Landkreis Uelzen. Wir sind aktiv in der Öffentlichkeits- und Gremienarbeit im Landkreis, u. a. durch die Teilnahme an verschiedenen Arbeitsgemeinschaften.
Die Ambulante Hilfe arbeitet nach dem grundlegenden Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe. Die Hilfemaßnahmen haben daher das Ziel, die sozialen Kompetenzen der Klientinnen und Klienten, vor dem Hintergrund der Sicherstellung der materiellen Ressourcen, auszubauen und zu stärken, damit eine Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft umgesetzt werden kann. Voraussetzung für den Hilfeprozess ist dabei die Freiwilligkeit der Betroffenen, sich auf ein Hilfeangebot einzulassen.
Klienten sagen über die Beratungsstelle ...
- Klient A zu Sozialarbeiterin in Vertretung, da zuständige Sozialarbeiterin 1 Woche Urlaub hat: „Sie ist einfach zu lange weg.“
- Sozialarbeiterin begleitet Klienten E ins Krankenhaus – Aussage einer dort tätigen Verwaltungsfachkraft: „Und Sie sind also die Lebenspartnerin von Herrn F?!“
- Frage an die Sozialarbeiterin, die den Klienten H zu einer Gerichtsverhandlung begleitet hat: „Was haben Sie denn mit dem zu tun?“
- Arzt zu Sozialarbeiterin, die Klient H in die Praxis begleitet hat: „Sie wissen doch wie Ihre Leute sind, aber wenn Sie meinen, ich sollte was tun, dann mach ich das.“
- Verkäuferin zu Sozialarbeiterin beim Einkauf mit Klient J: „So Leute von der Straße betreuen, wie Sie das machen, könnt ich nicht, aber gut, dass es so was gibt.“
- Klient A an die Sozialarbeiterin: „Bist Du noch zu haben? Kann ich Dich heiraten? So eine Frau wie Dich hätte ich gern.“
- Klient E: „Der Kaffee ist hier gut und umsonst und es ist toll, dass Ihr uns zu den Ämtern begleitet.“
- Klient C: „Von Euch Damen hier kriegt man immer ein freundliches Lächeln, Ihr seid nett, höflich und zuvorkommend. Es ist immer Kaffee an Bord und es gibt leckere Kekse. In rechtlichen Fragen kennt Ihr Euch gut aus und unterstützt uns. Den ganzen Kram mit den Papieren kriegt Ihr gut hin. Dass Ihr das Geld einteilt, erleichtert den Alltag ganz schön. Auf Euch ist immer Verlass.“
- Klient S: „Das war hier eine super Starthilfe, das hätte ich allein nicht gepackt. Wichtig ist mir, dass einfach nur einer da ist, mit dem man quatschen kann. Außerdem seid Ihr alle echt nett und freundlich.“
- Klient N: „Das hier ist eine vernünftige Einrichtung. Ich bin froh, dass es Euch gibt. Wenn man hier als Fremder herkommt, wird einem gleich gesagt, wo man überall hin muss, das ist positiv.“
- Klient A: „Du bist der einzige normale Mensch mit dem ich Kontakt habe.“
- Klient H: „Ich find das gut, dass wir von der Straße geholt werden und uns geholfen wird.“
- Klient A: „Man wird gut beraten hier, die Betreuung ist echt positiv und die Tipps sind gut.“
- Klient N: „Wir Berber sind die kostenlosen Psychologen der Straße. Oft erzählen mir Menschen, die mich beim Betteln ansprechen, von ihren Sorgen und Nöten und bedanken sich dann fürs Zuhören.“
- Klient H weint beim Überreichen eines Weihnachtsgeschenkes im Krankenhaus: „Mir schenkt sonst keiner was, ich hab doch jetzt gar nichts für Sie.“
- Klient B beim Hausbesuch weint beim Zeigen seiner selbst verfassten Gedichte und Geschichten: „Noch nie hat jemand an meinem Leben solches Interesse gezeigt. Sie sind der erste Mensch, dem ich meine Geheimnisse anvertraut habe und mein Geschriebenes gezeigt habe.“
- Klient K: „Ich bin froh, dass ich Euch hab, dass Ihr mir helft. Ich bin mit Euch echt zufrieden. Jeder kann kommen, wenn er Probleme hat. Das ist gut.“
Sozialarbeiterinnen sagen ...
- „Das Bild von unseren Klientinnen und Klienten, welches in der Öffentlichkeit vorherrscht, stimmt selten mit dem Eindruck überein, den wir hier im Laufe unserer Tätigkeit erhalten haben. Unsere Klientinnen und Klienten sind Menschen wie Du und ich, die in ihrem Leben mitunter nur weniger Möglichkeiten hatten bzw. nicht auf der Sonnenseite aufgewachsen sind. Lebensereignisse wie Arbeitslosigkeit, Scheidung, Tod können jeden von uns in eine Situation / Lebenslage bringen, die wir uns im Voraus nicht vorstellen können. Hilfe Suchende sagen immer wieder, dass sie sich schämen, wenn sie hier sitzen und von ihren Problemen erzählen, weil sie es allein nicht schaffen. Hilfe zu suchen und diese anzunehmen sehen wir nicht als Schwäche sondern Stärke, denn gerade diese Leute zeigen Mut, weil sie sich auf den Weg machen, um ihre Probleme zu lösen. Das verdient Lob und Anerkennung.“
- „Für Außenstehende sind unsere Klientinnen und Klienten die Penner von der Straße. Für uns sind sie ein liebenswertes Volk mit einer ganz eigenen Kultur. Sie sind offen, direkt, hilfsbereit, dankbar, stehen füreinander ein, verfügen über Lebensweisheiten, die sie auf der Straße gesammelt haben, sind interessant, nicht bemitleidenswert etc.“
- „Wir Sozialarbeiterinnen der Ambulanten Hilfe arbeiten hier gern und haben Freude an dem, was wir hier tun. Das kann heutzutage nicht jeder Arbeitnehmer behaupten. Wer diesen Job nicht gern macht, arbeitet hier auch nicht lange. Die ständige Konfrontation mit Leid und Elend, mit Menschen, die ihr Leben nicht immer nach den Werten und Normen unserer Gesellschaft ausrichten, erfordert nicht nur Professionalität und Handlungskompetenz, sondern auch in hohem Maße Einfühlungsvermögen und Sympathie. Und Kraft und Ideen, um für diese Menschen jeden Tag aufs Neue da zu sein und eine Lobby zu schaffen, d.h. in der Öffentlichkeit auf die Lebenswirklichkeit unserer Klientinnen und Klienten hinzuweisen, Verständnis zu schaffen und ihnen zu ihrem Recht zu verhelfen.“
- „Unser Ziel, die Verselbstständigung der Klientinnen und Klienten, kann nur erreicht werden, wenn zuvor eine Bindung zwischen Sozialarbeiter / -in und Klient / -in entstehen konnte und Bindung setzt persönliche Zuwendung voraus. Beratung und Betreuung in Form von persönlicher Hilfe beinhaltet daher auch die Vermittlung von Normalität, nicht die ausschließliche Problematisierung von Defiziten, es bedeutet die Stärken und Interessen der Klientinnen und Klienten wahrzunehmen und in den Hilfeprozess miteinzubeziehen. Unser Arbeitsansatz ist ganzheitlich, d. h. wir sehen den Menschen als Ganzes mit all seinen unterschiedlichen Facetten, nicht nur seine Probleme."




